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Pythagoras meets Fermat

Fermat

Diophants Arithmetica waren nach ihrer Wiederentdeckung Pflichtlektüre bei den Mathematikern. Im Jahr 1637 schrieb Pierre de Fermat bei der Lektüre der lateinischen Übersetzung der Arithmetica neben den Satz des Pythagoras auf den Rand seines Buches:

"Es ist unmöglich, einen Kubus in zwei Kuben zu zerlegen, oder ein Biquadrat in zwei Biquadrate, oder allgemein irgendeine Potenz größer als die zweite in Potenzen gleichen Grades. Ich habe hierfür einen wahrhaft wunderbaren Beweis gefunden, doch ist der Rand hier zu schmal, um ihn zu fassen."

In heutiger Formulierung lautet der "Große Satz von Fermat":
Die Gleichung an + bn= cn besitzt für n > 2 keine ganzzahligen Lösungen.

Leider hat Fermat seinen "wunderbaren Beweis" nirgendwo hingeschrieben und die Mathematiker der nachfolgenden Jahrhunderte haben sich die Zähne daran ausgebissen. Ein Gegenbeispiel hat aber auch niemand gefunden. Mitte der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts legte Andrew Wiles, ein britischer Mathematiker, einen Beweis vor, der von den Berufskollegen, die ihn verstanden haben, vollständig akzeptiert wurde. Er umfasst 98 Seiten ohne Literaturverzeichnis. Das Bemerkenswerteste ist aber, dass er Zusammenhänge zwischen der Zahlentheorie und gänzlich anderen Teilgebieten der modernen Mathematik erschließt und nutzt. Was bleibt, ist das Geheimnis um Fermats "wunderbaren Beweis".


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